Ein Einblick in die Arbeit der Malte Voth NF GmbH
Wer bei uns ein Notfalltraining bucht, erlebt in der Regel vier Stunden mit praktischen Übungen, Fallbeispielen und Gesprächen über den Umgang mit medizinischen Notfällen.
Was unsere Kunden und Kundinnen normalerweise nicht sehen, ist die Arbeit, die vor und nach diesen Trainings stattfindet. Denn damit unsere Trainer*innen fachlich auf einem gemeinsamen Stand bleiben und unsere Schulungen nach einheitlichen Grundsätzen durchführen, beschäftigen wir uns regelmäßig mit den Inhalten, Abläufen und der Weiterentwicklung unseres Fortbildungskonzepts.
Wie wir das machen, möchten wir hier einmal zeigen.
Praktische Erfahrung ist unsere Grundlage
Unsere Trainer*innen sind überwiegend Notfallsanitäter*innen mit praktischer Erfahrung aus der Notfallmedizin. Sie wissen aus ihrem Berufsalltag, wie sich medizinische Notfälle entwickeln können und welche Schwierigkeiten bei der Versorgung auftreten.
Diese Erfahrungen fließen in unsere Trainings ein. Sie helfen dabei, Situationen realistisch darzustellen und medizinische Maßnahmen verständlich zu vermitteln.
Allerdings ist uns auch bewusst, dass praktische Erfahrung allein nicht ausreicht. Medizinisches Wissen verändert sich, Empfehlungen werden angepasst und auch in der Ausbildung gibt es immer wieder neue Erkenntnisse.
Deshalb ist es uns wichtig, dass unsere Trainer*innen ihr Wissen regelmäßig auffrischen und sich untereinander austauschen.
Ein großer Teil unserer Trainer*innen hat darüber hinaus eine Instruktorenausbildung in den Programmen Advanced Cardiovascular Life Support (ACLS) oder Pediatric Advanced Life Support (PALS) der American Heart Association (AHA) absolviert.
Neben den medizinischen Inhalten spielt bei diesen Ausbildungen auch die strukturierte Vermittlung praktischer Fertigkeiten eine wichtige Rolle. Die dabei erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen fließen ebenfalls in die Gestaltung unserer Notfalltrainings ein.
Neue Trainer*innen werden eingearbeitet
Wer neu in unser Dozententeam kommt, übernimmt nicht sofort eigenständig ein Notfalltraining.
Neue Teammitglieder durchlaufen zunächst einen Einarbeitungsprozess und begleiten mehrere Seminare erfahrener Trainer*innen. So lernen sie nicht nur unsere Trainingsinhalte kennen, sondern auch die Abläufe, die verwendeten Materialien und unsere Art, mit den Praxisteams zu arbeiten.
Denn auch wer bereits über viel Erfahrung in der Notfallmedizin verfügt, muss sich zunächst mit unserem Fortbildungskonzept vertraut machen.
Gemeinsam an unserem Fortbildungskonzept arbeiten
Bereits 2018 haben wir uns im Rahmen einer internen Fortbildung intensiv mit unserer Arbeit als Schulungsunternehmen beschäftigt.
Neben medizinischen Themen standen damals auch unsere Stärken und Schwächen, organisatorische Abläufe und die Zusammenarbeit im Dozententeam auf dem Programm.
Dabei ging es unter anderem um Fragen wie: Was funktioniert in unseren Trainings gut? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Wie können wir sicherstellen, dass unsere Kunden unabhängig vom eingesetzten Dozenten vergleichbare Ausbildungsinhalte erhalten?
Solche Diskussionen sind nicht immer bequem. Sie sind aber notwendig, wenn man die eigene Arbeit kritisch betrachten und weiterentwickeln möchte.
Die Bilder aus dieser Fortbildung haben wir kürzlich wiedergefunden. Sie geben einen kleinen Einblick in die damalige Zusammenarbeit:

Interne Fortbildung 2018: Gemeinsame Arbeit an unserem Ausbildungskonzept.

Fachlicher Austausch zur evidenzbasierten Medizin bei unserer internen Fortbildung 2018.
Regelmäßiger Austausch im Dozententeam
Heute gehören vierteljährliche Onlinebesprechungen zum festen Bestandteil unserer internen Qualitätssicherung. In diesen Treffen besprechen wir fachliche Fragestellungen, Erfahrungen aus den Trainings und Themen, bei denen Abstimmungsbedarf besteht.
Einmal jährlich findet außerdem ein interner Fortbildungstag statt, bei dem wir uns intensiver mit ausgewählten Themen beschäftigen. Dabei geht es sowohl um notfallmedizinische Inhalte als auch um Fragen rund um die Durchführung unserer Schulungen. Für diese Tage buchen wir auch externe Coaches, Beraterinnen und Expertinnen.
Die nächste gemeinsame Präsenzfortbildung ist für März 2027 geplant.
Uns ist dieser Austausch wichtig. Unsere Trainer*innen sind an unterschiedlichen Orten tätig und bringen verschiedene Erfahrungen mit. Damit daraus ein gemeinsames Fortbildungskonzept wird, müssen wir regelmäßig miteinander sprechen.
Ärztliche Leitung und gemeinsame Handlungsempfehlungen
Ein weiterer Bestandteil unserer Qualitätssicherung ist die ärztliche Leitung. Unser ärztlicher Leiter ist aktuell Oberarzt in einer Klinik. Er ist Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin und verfügt zusätzlich über den Fachkundenachweis Rettungsdienst. Er überprüft regelmäßig unsere medizinischen Lehraussagen.
Für spezielle Themen wie Kindernotfälle haben wir eine zusätzliche ärztliche Leitung. Diese übernimmt eine Oberärztin aus einer Kindernotaufnahme. Sie ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und verfügt über die Zusatzbezeichnung Intensivmedizin. Damit können wir bei diesen Themen auf die fachliche Erfahrung aus der klinischen Versorgung von Kindern zurückgreifen.
Zusätzlich arbeiten wir mit internen Handlungsempfehlungen, die regelmäßig fachlich überprüft und bei Bedarf aktualisiert werden. Sie bilden eine gemeinsame Grundlage für die Inhalte unserer Notfalltrainings.
Warum ist uns das wichtig?
Wenn unterschiedliche Trainer*innen dieselbe medizinische Fragestellung erklären, sollten die grundlegenden Aussagen übereinstimmen. Natürlich hat jeder Mensch seinen eigenen Unterrichtsstil. Die fachlichen Kernaussagen sollen davon aber nicht abhängen.
Unsere internen Handlungsempfehlungen helfen uns, diese Einheitlichkeit sicherzustellen und neue medizinische Erkenntnisse in unser Fortbildungskonzept einzuarbeiten.
Unser Trainerhandbuch, damit auch die Abläufe stimmen
Neben den medizinischen Handlungsempfehlungen gibt es bei uns ein internes Trainerhandbuch. Darin haben wir organisatorische Abläufe und Vorgehensweisen beschrieben, die für die Durchführung unserer Notfalltrainings wichtig sind.
Wie läuft ein typisches Seminar ab? Was ist beim Umgang mit unseren Kunden zu beachten? Wie bereiten wir ein Training vor? Und was ist zu tun, wenn eine Reanimationspuppe plötzlich nicht richtig funktioniert oder es Probleme mit dem Trainingsmaterial gibt?
Auf solche und viele weitere Fragen gibt unser Trainerhandbuch Antworten.
Das klingt vielleicht zunächst nach Selbstverständlichkeiten. Bei einem größeren Dozententeam ist es aber hilfreich, wenn nicht jeder für wiederkehrende Probleme eine eigene Lösung entwickeln muss.
Unser Trainerhandbuch wird bei Bedarf überarbeitet und angepasst. Alle Trainer*innen haben über unsere Cloud Zugriff darauf und können so jederzeit auf die aktuelle Version zugreifen. Gleiches gilt auch für unsere Handlungsempfehlungen.
Ein gutes Training beginnt mit der Vorbereitung
Jede Arzt- und Zahnarztpraxis hat andere Voraussetzungen. Deshalb beginnt die Vorbereitung unserer Notfalltrainings bereits vor dem eigentlichen Termin.
Unsere Kunden erhalten im Vorfeld einen Link zu einer Checkliste, mit der wir verschiedene Informationen zur Praxis abfragen.
Dazu gehört beispielsweise, welcher automatisierte externe Defibrillator (AED) vorhanden ist. Aber auch organisatorische Fragen, etwa zur Parkplatzsituation vor Ort, sind Bestandteil dieser Vorbereitung.
Diese Informationen helfen unseren Trainer*innen, sich auf die jeweilige Praxis einzustellen und den Seminartag vorzubereiten.
Aber einheitliche Ausbildungsgrundlagen bedeuten für uns nicht, dass jedes Notfalltraining gleich ablaufen muss.
Die räumlichen Gegebenheiten, die vorhandene Notfallausstattung und die Erfahrungen der Mitarbeitenden unterscheiden sich teilweise erheblich. Gleiches gilt für das individuelle Risikoprofil unserer Kunden und Kundinnen.
Deshalb führen wir unsere Trainings direkt in den Praxen durch und beziehen die Bedingungen vor Ort in die praktischen Übungen ein.
Unsere fachlichen Grundlagen bleiben dabei gleich. Die Schwerpunkte und die Gestaltung des Trainings richten sich nach der jeweiligen Situation.
Nach dem Training ist nicht Schluss
Auch nach der Durchführung eines Notfalltrainings beschäftigen wir uns mit dem Verlauf und den Ergebnissen.
Unsere Kunden und Kundinnen erhalten die Möglichkeit, das Seminar anhand einer Kursevaluation zu bewerten. Dabei können sie uns Rückmeldungen zum Training geben.
Gleichzeitig erstellt die jeweilige Lehrkraft einen Trainingsbericht. Darin werden die tatsächlich durchgeführten Inhalte dokumentiert und Empfehlungen für ein zukünftiges Training festgehalten.
So können wir bei einer erneuten Buchung nachvollziehen, welche Themen bereits behandelt wurden und welche Schwerpunkte beim nächsten Mal sinnvoll sein könnten.
Die Kursevaluationen geben uns außerdem die Möglichkeit, unsere Arbeit aus Sicht der Teilnehmenden zu betrachten. Denn die Einschätzung unserer Kunden ist ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung.
Qualitätssicherung bleibt eine laufende Aufgabe
Wir führen jährlich rund 600 Notfalltrainings in unterschiedlichen Praxen durch. Bei dieser Anzahl ist es uns wichtig, dass unsere Ausbildungsinhalte und organisatorischen Abläufe nicht allein von den persönlichen Erfahrungen und Vorlieben einzelner Trainer*innen abhängen.
Mit unseren internen Fortbildungen, dem regelmäßigen Austausch, der ärztlichen Leitung, den gemeinsamen Handlungsempfehlungen und unserem Trainerhandbuch schaffen wir dafür eine Grundlage.
Die Vorbereitung und Nachbereitung unserer Trainings helfen uns zusätzlich, auf die Bedürfnisse der Praxen einzugehen und Erfahrungen für zukünftige Schulungen festzuhalten.
Das bedeutet nicht, dass immer alles perfekt läuft. Auch wir stellen bei unserer Arbeit fest, dass sich Dinge verbessern lassen oder Fragen neu bewertet werden müssen.
Entscheidend ist für uns, diese Themen aufzugreifen und gemeinsam daran zu arbeiten.
Denn die Qualität unserer Notfalltrainings entsteht nicht nur während der vier Stunden in einer Arzt- oder Zahnarztpraxis, sondern auch durch die Arbeit, die wir zwischen den Trainings leisten.
Sie möchten mehr über unsere Notfalltrainings erfahren?
Informationen zu unseren Trainings für Arzt- und Zahnarztpraxen finden Sie hier.